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Gesellschaftliche Verantwortung bei der Arzneimittelentwicklung

Univ.-Prof. Dr.rer.nat. Dr.h.c. Rudolf Bauer, Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, Universität Graz

Montag, 11. November 2019
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz
, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz
[Lageplan der Universität Graz] sowie per Live-Übertragung in den Regionen

>> Info-Blatt zum Herunterladen (PDF)

Zum Vortrag:

Arzneimittel sind dazu vorgesehen, Menschen bei der Behandlung von Krankheiten zu unterstützen. Sie können aber auch schaden, was schon die Bedeutung des griechischen Wortes Pharmakon ausdrückt, welches sowohl „Arzneimittel“ wie auch „Gift“ bedeutet.
Es ist Aufgabe der Pharmaforschung, Arzneimittel zu entwickeln, die möglichst wenig Nebenwirkungen besitzen und somit wenig Schaden anrichten. Durch die strengen Auflagen bei der Arzneimittelzulassung kommen heute Medikamente erst auf den Markt, wenn deren Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachgewiesen sind. Die immer höheren Auflagen führen andererseits dazu, dass die Kosten für die Arzneimittelentwicklung immer höher werden. Um zu verhindern, dass nur noch Arzneimittel für lukrative Indikationsfelder entwickelt werden, wurde das Instrument der „Orphan Drugs“ (Arzneimittel für seltene Leiden) geschaffen.


Zur Person:

Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Bauer studierte Pharmazie und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seiner Habilitation für das Fach Pharmazeutische Biologie wurde er als C3 Professor für Pharmazeutische Biologie an die Universität Düsseldorf berufen. Seit 2002 ist er Professor für Pharmakognosie und seit 2004 Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften an der Universität Graz.
Er ist Experte für Naturstoffchemie, Analyse und Isolierung pflanzlicher Wirkstoffe. Seine wichtigsten Forschungsschwerpunkte sind entzündungshemmende und krebshemmende Arzneipflanzen der chinesischen Medizin, sowie die Interaktion von pflanzlichen Wirkstoffen mit dem Darmmikrobiom.
Er hat 370 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt die Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki. Er war Präsident der Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoffforschung (GA) und der International Society of Ethnopharmacology, und er agierte als Gründungspräsident der GP-TCM Research Association. Er ist Mitglied mehrerer Expertengruppen im Bereich Arzneipflanzen, u.a. in der Europäischen Arzneibuch-Kommission.

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