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Wie kann das Steuersystem der Zukunft aussehen?

Univ.-Prof. Dipl.-Kfm. Dr.rer.pol. Rainer Niemann, Institut für Unternehmensrechnung und Steuerlehre, Universität Graz

Montag, 14. Jänner 2019
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz
, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz] sowie per Live-Übertragung in den Regionen

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Zum Vortrag:

Das Steuersystem wird von vielen Steuerpflichtigen als kompliziert und ungerecht, die Abgabenbelastung insgesamt als zu hoch empfunden. Die Einkommensbesteuerung belastet Arbeitseinkommen und wirkt daher beschäftigungsfeindlich. Durch Digitalisierung entstehen neue Geschäftsmodelle, deren Erträge schwierig zu besteuern sind. Steuervermeidung durch multinationale Unternehmen bedroht das Steueraufkommen von Hochsteuerländern wie Österreich. Hochentwickelte Länder benötigen aber ein hinreichendes Steueraufkommen zur Finanzierung ihres Sozialstaates und anderer staatlicher Aufgaben. Zur Erzielung des Steueraufkommens sind unterschiedlich intelligente Steuern denkbar. „Gute“ Steuern sind dadurch gekennzeichnet, dass sie individuelle Entscheidungen nicht beeinflussen. Daher ist die derzeitige Art der Besteuerung von Arbeitseinkünften und des privaten Konsums grundsätzlich unproblematisch. Soll die Steuerbelastung von Arbeitseinkünften gesenkt werden, könnte eine erhöhte Grundsteuer dies kompensieren. Bei der Besteuerung von Unternehmen besteht größerer Reformbedarf. Eine Steuersenkung auf Unternehmensebene sollte mit einer erhöhten Besteuerung auf Ebene der Unternehmenseigner einhergehen. Der Klimawandel erfordert eine höhere Besteuerung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen.

 

Zur Person:

Univ.-Prof. Dr. Rainer Niemann, geb. 1970, Leiter des Instituts für Unternehmensrechnung und Steuerlehre. 1993-1997 Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld. 2000 Promotion, 2004 Habilitation im Fach Betriebswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. 2004 Lehrstuhlvertretung, 2005 Gastprofessor für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Magdeburg. 2007 Gastprofessor an der Technischen Universität Dresden. Seit 2004 Professor für Steuerlehre und Rechnungslegung an der Universität Graz. Seit 2006 Mitglied, seit 2013 Vorsitzender des Senats der Karl-Franzens-Universität. Seit 2018 stellvertretender Sprecher des Profilbildenden Bereichs „Smart Regulation“. Forschungsschwerpunkte: Internationale Besteuerung, Besteuerung und Anreizwirkungen, Investition, Finanzierung und Besteuerung. 2004 und 2012 Best Paper Award des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.
Weitere Informationen unter https://steuer.uni-graz.at/de/

 

 

 

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