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Onlinevideothek - Studienjahr 2012/13

Vorträge zum Leitthema „Spannungen“

Das Programm der Montagsakademie im Studienjahr 2012/13 verspricht Ihnen „Spannungen“ vielfältiger Art. Dabei wird das Leitthema Spannungen von Vortragenden für ein Laienpublikum aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Wissenschaft beleuchtet. Sie berichten aus den Gebieten der Hochspannungstechnik, der Kulturkonflikte und der Spieltheorie. Die TeilnehmerInnen erhalten Einblicke in kunsthistorische Bildbetrachtungen, in Filmanalysen und Literaturthemen. Aber auch die Entspannung kommt nicht zu kurz: als tektonisches Phänomen wie als Erholung von Körper und Geist. Sie dürfen gespannt sein!

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Aufzeichnung der Montagsakademie vom 22.10.2012

„Unter Spannung“ – Entwicklungen der Hochspannungstechnik und die Frage des Energietransportes
O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.h.c. Hans Michael Muhr, Institut für Hochspannungstechnik & Systemmanagement, Technische Universität Graz


 

Zentrale Aufgabe der Hochspannungstechnik ist der Umgang und die Beherrschung von hohen elektrischen Feldstärken und Spannungen. Ein weiteres wichtiges Thema sind die atmosphärischen Entladungen „Blitze“, die betreffend des Schutzes von Personen und Anlagen auch in der Hochspannungstechnik behandelt werden. Hochspannung ist einerseits notwendig zur Übertragung großer elektrischer Leistungen, aber sie ist auch eine wichtige Größe für ein weites Spektrum technischer Anwendungen, wie etwa Röntgengeräte, Laser und Hochleistungslichtquellen, Kopiergeräte, Elektrofilter und Beschichtungsanlagen. Anwendung findet die Hochspannungstechnik auch im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit, der Medizintechnik, der technologischen Forschung sowie bei der Hochtemperatursupraleitung.
Wesentliche Entwicklungen finden derzeit im Bereich der Technologie statt, wobei für die Hochspannungstechnik die Entwicklung und Erforschung neuer oder verbesserter Isolierstoffe ein wichtiger Aufgabenbereich ist. Denn die Frage des Energietransportes hängt wesentlich mit verbesserten Leitungsmöglichkeiten zusammen. Dies wird entscheidend sein, wie die sogenannte Energiewende zu bewältigen ist.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 5.11.2012

Blut, Sex, (Un)tot: Vampire als medienwirksame Verkörperung von Spannungsfeldern der Postmoderne
Ao.Univ.-Prof. Mag. DDr. Theresia Heimerl, Institut für Religionswissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Vampire trinken Blut, sind nachtaktiv und sexy. Woher aber kommen sie bzw. die Vorstellung von solchen Wesen eigentlich? Der Vampir entstammt dem Zwielicht von Aufklärung und Aberglauben des 18. Jahrhunderts und ist seitdem Projektionsfläche vielfältiger gesellschaftlicher Spannungen und Transformationen: In der Literatur des 19. Jahrhunderts, wo der Vampir seine entscheidende Ausprägung erfährt, steht er für die Spannung zwischen Ratio und Archaik, Ost und West, Bürgertum und Adel bis hin zu seinem berühmtesten Vertreter, Bram Stokers Graf Dracula. Mit dem 20. Jahrhundert wird der Vampir zum Geschöpf der Leinwand. An der Entwicklung von der sadistischen Erotik der frühen Dracula-Farbfilme bis zum engelsgleich enthaltsamen Teenie-Schwarm der Twilight-Serie lassen sich die je aktuellen Geschlechterrollendiskurse und gesellschaftlichen Tabus ablesen.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 19.11.2012

Die geteilte Stadt. Spannungsfeld: Stadtquartier - soziologische Perspektiven.
Ao.Univ.-Prof. Dr. Peter Gasser-Steiner, Institut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Die moderne Stadt ist ein Spannungsfeld sehr unterschiedlicher Nutzergruppen mit ihren spezifischen Interessen: die Wohnbevölkerung zeichnet sich durch komplexe Bedürfnisse aus, die sich nach generationsspezifischen Lebensstilen differenzieren – von den Aktionsräumen Jugendlicher bis zur möglichst störungsarmen Wohnnutzung älterer Menschen. Die Wirtschaftstreibenden nutzen das Stadtquartier als Ambiente ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten und wollen den Raum je nach der Charakteristik ihres Gewerbes optimieren. Die Stadtbesucher zeichnen sich durch passagere Nutzung des öffentlichen Raums aus, der ihnen eine Bühne gibt – für eigene Auftritte und für urbane Inszenierungen, die sie als Zuschauer konsumieren. Die Unterschiedlichkeit dieser Interessenslagen sorgt für permanente Konflikte. - Nach einer allgemeinen Erörterung neuerer stadtsoziologischer Themen werden im Vortrag ausgewählte Fallbeispiele urbaner Problemlagen in Graz vorgestellt: die segregierte Stadt, Nicht-Orte in der Stadt, Mobilität in der Stadt.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 3.12.2012

Spannung bei der Entscheidung - wer kooperiert mit wem? Einige Ergebnisse experimenteller Studien
Univ.-Prof. Mag. Dr. Ulrike Leopold-Wildburger, Institut für Statistik & Operations Research, Karl-Franzens-Universität Graz


 

In der Wirtschaft beruhen viele Geschäftsprozesse zu einem wesentlichen Teil auf Fairness und Vertrauen. Deshalb rücken im modernen Geschäftsverkehr häufig auch psychologische Faktoren wie Ausgeglichenheit und Kooperation in den Mittelpunkt des Interesses. Wir versuchen der Frage nachzugehen, welcher Menschentyp zur Kooperation überhaupt bereit ist und bedienen uns dabei der experimentellen Wirtschaftsforschung. Dazu verwenden wir verschiedener Fragen, um zu erfahren, welche Einstellung zu sozialen Werten die Betroffenen haben. Als weiteren Schritt versetzen wir die Teilnehmer in einfache Situationen, aus denen wir die Kooperationsbereitschaft ablesen können. Die vorliegenden Daten liefern interessante Ergebnisse: Sozial eingestellte Personen kooperieren wesentlich häufiger als Selbstsüchtige.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 14.01.2013

Der Streit um die wahre Religion: Spannungsfeld Pluarilität und Absolutheit
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Karl Prenner, Institut für Religionswissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Einmal zeigt bereits die Entstehungsgeschichte der Religionen, im Besonderen der monotheistischen Religionen, dass die Herauskristallisierung einer neuen Religion als neue Identität gegenüber der alten durchwegs mit dem Anspruch verbunden ist, die wahre Religion zu sein. Innerhalb ein- und derselben Religion wiederum treffen wir auf das Spannungsverhältnis zwischen den offiziellen Vertretern der Religion und den vielen Religiositäten der Anhänger. In der Gegenwart, wo traditionelle Formen von Religion und deren Ansprüche durch ständig voranschreitende Säkularisierungs- und Globalisierungsprozesse, durch weltweite Migrationsbewegungen, die mit Deterritorialisierung und Dekulturation einhergehen, immer mehr in Frage gestellt werden, bewegt sich das Diskursfeld um die wahre Religion in einem neuen Kontext, nämlich in dem multidimensionaler Gesellschaften. Dadurch bekommt das Spannungsfeld Pluralität und Absolutheit eine neue Ausrichtung.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 15.04.2013

Spannungen in  Netzwerken – wie anpassungsfähig und innovativ sind unsere sozialen Strukturen?
Univ.-Prof. Dr. Manfred Füllsack
, Institut für Systemwissenschaften, Innovations- & Nachhaltigkeitsforschung, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Vieles von dem, was Menschen mit- und untereinander treiben, lässt sich mit Hilfe von Netzwerken darstellen: das Pflegen von Freundschaften beispielsweise, das Austragen von Konflikten, das Handeln mit Gütern, das gegenseitige Zitieren unter Wissenschaftlern, aber auch etwa das Zuspielen unter Fußballern, oder das Ausbreiten ansteckender Krankheiten, die Weitergabe von Gerüchten oder die Beeinflussung mit Moden, Kaufinteressen oder politischen Meinungen. Ein Vorteil dieser Methode ist die Möglichkeit, bestimmte Aspekte unserer Interaktionen zu quantifizieren und in Folge am Computer zu simulieren. Die Möglichkeit, damit Komplexitäten zu bearbeiten, die sich herkömmlichen Analysen verschließen, erlaubte in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl überraschender Einblicke in unser soziales Dasein. Immer wieder steht damit allerdings auch die Versuchung im Raum, die Strukturen, die unsere Interaktionen bestimmen, effektiver zu gestalten und damit unser Sozialverhalten und unsere Produktivität zu optimieren.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 06.05.2013

Spannende Geschichten: (un)männliche Helden, (un)glückliche Töchter und (un)gelöste Konflikte im Film

Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Klaus Rieser, Institut für Amerikanistik, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Die Vater-Tochter Beziehung ist sozial präsent und wichtig, wird aber filmisch wenig behandelt und wahrgenommen. In diesem Vortrag wird – aufbauend auf feministischer Filmtheorie – einigen Besonderheiten dieser Repräsentation näher nachgegangen. So sind etwa Väter, obwohl sie prinzipiell das Patriarchat verkörpern, im Film häufig „unmännlich“, machtlos oder gar lächerlich (z.B. Vater der Braut). Desweiteren sind Generationenkonflikte in der Familie typischerweise in ödipaler Form zwischen Vätern und Söhnen abgehandelt, aber die Vater-Tochter Beziehung kann ebenfalls konfliktbeladen dargestellt werden (z.B. The Wrestler; Million Dollar Baby). Relativ oft müssen in Filmen überdies Töchter die Rolle der Frau/Mutter übernehmen, welche oft narrativ ausgespart wird (z.B. The Descendents). Anhand von Filmausschnitten sollen diese und andere Aspekte besprochen und mit dem Publikum diskutiert werden.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 27.05.2013

Spannende Beziehungen: Freundschaft und Feindschaft auf dem Balkan

O.Univ.-Prof. Dr. Karl Kaser, Institut für Geschichte, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Das zwanzigste Jahrhundert hat dem Balkan und seinen Menschen nicht viel Gutes beschert: Krisen, militärische Interventionen, viele Kriege, Millionen an Toten, Verstümmelten und schmerzlich in der Seele Getroffenen. Woher dieser Hass, diese Gewalt und diese scheinbar unüberbrückbare Feindschaft zwischen den Menschen und Nationen des Balkans? Eine Antwort darauf zu finden, ist ebenso wenig einfach, wie eine solche auf die Frage, weshalb viele Menschen im Westen Europas denken, dass die Bewohner  des Balkans grausamer und unzivilisierter seien als sie selber. Überall jedoch, wo es Feindschaft gibt, gibt es auch Freundschaft. Menschen sind einander nicht nur feindlich gesinnt, sondern bedürfen im selben Ausmaß auch der Freundschaft.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 03.06.2013

Jeder hat Recht! Hochspannung in der Mediation

Assoz. Univ.-Prof. Mag. Dr. Sascha Ferz, Zentrum für Soziale Kompetenz und Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Unsere Gesellschaft ist auf Drittentscheidungen trainiert, auf staatlich organisierte Verfahren also, im Zuge derer eine/ein berufene/r Dritte/r Konflikte entscheidet. Diese tradierte Form der Entscheidungsfindung muss freilich nicht sein. So fußen Gegenkonzepte, wie vor allem die Mediation, auf der Zurückholung der Delegation und setzen folglich alles daran, die Eigenkompetenz der Parteien zu fördern. Die dabei nur zu bald gewonnene Erkenntnis, dass ein derartiger Kurswechsel, der letzten Endes einen partiellen Wandel zivilgesellschaftlicher Rechtskultur zur Folge haben muss, kein einfacher ist, vermag kaum zu überraschen. Für Hochspannung ist jedenfalls gesorgt, sei es nun während eines solchen Verfahrens oder sei es im Rahmen der zahlreichen legistischen Diskussionen, die selbstredend im Zuge der Fortentwicklung derartiger Instrumentarien geführt gehören. All diese mit Spannung geladenen Themen sind es wert, näher betrachtet zu werden.

Aufzeichnung der Montagsakademie vom 17.06.2013

Spiel, Spaß und Spannung - kindliches Spiel aus Sicht der Elementarpädagogik
Univ.-Prof. Dr. Cornelia Wustmann, Institut für Erziehungs- & Bildungswissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz


 

Das kindliche Spiel als alltägliches spannendes Erlebnis für Mädchen und Buben wird den Fokus des Vortrags bilden. Denn immer wieder ist festzustellen, dass das Spiel der Kinder weder ernst- noch als Bildungsprozess wahr genommen wird. Testverfahren und daraus abgeleitete Förderbestrebungen stehen in der pädagogischen Arbeit deutlich im Vordergrund. Das verwundert, denn alle diejenigen, die tagtäglich Mädchen und Buben in ihren Aneignungsprozessen unterstützen, wissen das kindliche Spiel und dessen vielfältigen Variationen und das ihm innewohnende Bildungspotential zu schätzen. Dennoch wird dem kindlichen Spiel weder in der Ausbildung noch in den gegenwärtigen Bildungsdebatten die notwendige Aufmerksamkeit zuteil und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sich hier eines der grundlegendsten Missverständnisse innerhalb der Elementarpädagogik und deren pädagogischer Ausgestaltung zeigt. Diesem werden wir nachgehen und den Wert des Spiels für die Aneignung der vielen Facetten der Welt für Kinder, aber auch dem Schutz ihrer seelischen Gesundheit durch das Spiel nachgehen.

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