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Universität Graz Montagsakademie Neuigkeiten Vortrag: Vielfalt als Ressource – die Bedeutung von Minderheitenschutz
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Montag, 23.03.2026

Vortrag: Vielfalt als Ressource – die Bedeutung von Minderheitenschutz

Foto Lantschner

Montagsakademie-Vortrag am 23.3.2026, 19 Uhr

„Vielfalt als Ressource – die Bedeutung von Minderheitenschutz in einer diversen Gesellschaft“

Assoz. Prof. Mag. Dr. Emma Lantschner, Zentrum für Südosteuropastudien, Universität Graz

 

Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Uni Graz] sowie

  • per Liveübertragung in den Regionen
  • per Liveübertragung im Internet
    Der Live-Stream ist kurz vor Veranstaltungsbeginn (19 Uhr) kosten- und anmeldefrei aufrufbar. 

>> Info-Blatt zum Vortrag (PDF)

Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft: frei zugänglich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

Zum Vortrag: Der Schutz von sprachlichen oder kulturellen Minderheiten ist ein zentrales Element für das friedliche Zusammenleben in diversen Gesellschaften. In Österreich werden beispielsweise die Kärntner Slowen:innen seit Jahrzehnten durch den Staatsvertrag von Wien geschützt. Doch Minderheitenschutz ist nicht nur eine nationale Angelegenheit: Auch auf europäischer Ebene existieren verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Während Minderheitenschutz dabei als Teil der Menschenrechte konzipiert wurde, werden Angehörige einer Minderheit zunehmend als Sicherheitsfaktor verstanden und ihre Rechte eingeschränkt. Dabei sollte Minderheitenschutz nicht als Nullsummenspiel verstanden werden, sondern als Instrument zum konstruktiven Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt, damit sich diese als eine Quelle der Bereicherung erweisen kann. Der Vortrag beleuchtet, auch vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, wie es um den Minderheitenschutz in Europa und in Österreich derzeit bestellt ist. 


Zur Person: Emma Lantschner ist assoziierte Professorin am Zentrum für Südosteuropastudien an der Universität Graz. In ihrer Forschung und Lehre befasst sie sich mit dem Schutz der Menschenrechte, insbesondere dem Schutz nationaler Minderheiten und dem Recht auf Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Bevor sie nach Graz kam, war sie als Forscherin am Institut für Minderheitenrechte bei EURAC Research in Bozen/Südtirol beschäftigt. Sie war als Expertin für die OSZE und die Europäische Kommission in Minderheitenfragen tätig und war von 2020 bis 2024 das italienische Mitglied im Beratenden Ausschuss des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarats. Im Rahmen dieser Tätigkeit beschäftigte sie sich unter anderem mit der Einhaltung dieses Übereinkommens in Ländern wie Aserbaidschan, Lettland und dem Kosovo.

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