Vortrag: Molekularer Balanceakt zwischen dick und dünn – wie der Fettstoffwechsel Gesundheit und Altern beeinflusst
Univ.-Prof. Mag. Dr. Martina Schweiger, Institut für Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz
Montag, 13. April 2026, 19 Uhr
Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Uni Graz] sowie
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Der Live-Stream ist kurz vor Veranstaltungsbeginn (19 Uhr) kosten- und anmeldefrei aufrufbar >> zur Liveübertragung
>> Info-Blatt zum Vortrag (PDF)
Zum Vortrag:
Unsere Gesundheit beruht auf einem empfindlichen Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch. Ein Ungleichgewicht führt langfristig zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Fettgewebe ist ein Organ in dem nicht nur ein Überschuss an Kalorien gespeichert, sondern molekulare Stoffwechselentscheidungen für die Gesundheit getroffen werden. Es spielt eine wichtige Rolle, um den Energiestoffwechsel bei veränderlichen Bedingungen wie Kälte, Fasten oder körperlicher Belastung in Balance zu halten. Wie dieser Balanceakt gelingt ist noch nicht hinreichend bekannt. Unsere Forschung untersucht die fein abgestimmten Signalwege im Fettgewebe die zwischen „Speichern“ und „Verbrennen“ entscheiden und warum Störungen dieser Prozesse zu metabolischen Erkrankungen und beschleunigtem Altern beitragen können.
Univ.-Prof. Dr. Martina Schweiger ist seit 2025 Professorin für „Biomedicine of Lipids and Adipose Tissue“, leitet eine Forschungsgruppe am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz und ist Co-Direktorin der Forschungsallianz BioTechMed-Graz. Nach Studium, Promotion und Habilitation in Graz forschte sie unter anderem am „Gladstone Institute of Virology and Immunology“ in San Francisco. Ihre Forschung wird maßgeblich durch Mittel des FWF gefördert; sie ist Teil des Direktoriums des Cluster of Excellence „MetAGE“ und Co-Sprecherin des Spezialforschungsbereiches „Immunometabolism“. Ihre Arbeiten zur Regulation der Lipolyse und zur Gewebekommunikation im Fettgewebe, insbesondere bei Krebs-assoziierter Kachexie und metabolischen Erkrankungen sind international anerkannt.