Bilder vom Recht. Funktion und Bedeutung in der Entwicklungsgeschichte des Rechts
Foto by Petra Steinkellner
Em. Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Gernot Kocher, Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung, Universität Graz
Montag, 25. November 2013
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Zum Vortrag:
Bilder mit rechtlichem Inhalt gibt es seit rund zweitausend Jahren und ungefähr gleich lange gibt es auch schriftliche Rechtsaufzeichnungen. Während die Verschriftlichung des Rechts kontinuierlich zunahm (mit einem ersten Höhepunkt im 18. Jahrhundert), variieren Bilder vom Recht je nach Zeitraum in ihrer Häufigkeit, Funktion und Bedeutung. Ein Höhepunkt ergibt sich im 13. und 14. Jahrhundert, aber sie spielen auch heute noch eine Rolle: Ein einfaches Beispiel aus der Gegenwart ist die Straßenverkehrsordnung mit ihren Schildern, deren Gestaltung gesetzlich festgelegt ist. Moderne Überlegungen, das Recht zur besseren Allgemeinverständlichkeit in Bildern wiederzugeben, sind im Sande verlaufen - es ist zu kompliziert geworden.
Zur Person:
Gernot Kocher, * 1942 in Graz, Promotion Rechtswissenschaften 1967, Habilitation 1975 für Rechtsgeschichte, 1978 außerordentlicher und 1988 ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Graz, 2010 Emeritierung. Neben zahlreichen akademischen Funktionen Dekan 1990-2005 der Rechtswissenschaftlichen und 2006-2011 der Geisteswissenschaftlichen Fakultät. Forschungsschwerpunkte u.a. Kodifikationsgeschichte, Bodenrechtsgeschichte, Strafrechtsgeschichte und Rechtsikonographie (Bild und Recht).