Nachkriegszeiten. Gewalt als Teil des Alltags 1918 - 1920

by Lunghammer
O.Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Helmut Konrad, Institut für Geschichte, Universität Graz
Montag, 26. Jänner 2015
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz,
Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft: frei zugänglich und kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zum Vortrag:
Der Erste Weltkrieg hat gut 10 Millionen Menschen das Leben gekostet. Aber Gewalt und Töten gingen auch nach den Waffenstillständen und Friedensverträgen weiter. Rund 4 Millionen Menschen wurden in den 3 Jahren, die auf den Krieg folgten, zu Opfern physischer Gewalt und verloren ihr Leben. Die Gesellschaften waren brutalisiert, die Staaten hatten das Gewaltmonopol verloren und sahen sich mit bewaffneten Gruppierungen der unterschiedlichsten Art konfrontiert.
Zur Person:
O.Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Helmut Konrad wurde 1948 geboren. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Studium Geschichte und Germanistik an der Universität Wien. 1973 Promotion sub auspiciis praesidentis; Habilitation 1980 für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte; 1981-1984 Außerordentlicher Professor an der Universität Linz; seit 1984 ordentlicher Professor für Allgemeine Zeitgeschichte unter Berücksichtigung außereuropäischer Länder und Kulturen an der Karl-Franzens-Universität Graz; 1990-1991 Visiting Professor, Industrial and Labour Relations, Cornell-University, Ithaca, NY., USA; 2000-2001: Visiting Professor, Department of History, University of Waterloo, Ontario, Canada; 2001 Visiting Fellow, European University Institute, Firenze, Italia; 2010 Visiting Professor, Yale University, New Haven, CT, USA.
Universitäre und außeruniversitäre Leitungsfunktionen:
1986/87, 1989/90 und 1992 Pro- bzw. Prädekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Universität Graz; 1987-1989 Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät; 1993 Gründungssprecher des ersten geisteswissenschaftlichen SFB ("Moderne"), nach Wahl zum Rektor, Schatzmeister des SFB; 1993-1997 Rektor der Universität Graz; 1995-1998 Vizepräsident der Österreichischen Rektorenkonferenz; 1997-1999 Prorektor der Universität Graz; 1999-2006 (einziges) ausländisches Mitglied im deutschen Akkreditierungsrats für Privatuniversitäten; 2000-2005 Präsident des österreichischen Akkreditierungsrats für Privatuniversitäten; 2000-2006 Vorstandsmitglied im CEE-NET zur Qualitätssicherung; 2000-2008 Präsident des IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften), Wien; 2004-2005 Mitglied des ENQA-Boards; 2004-2006 Institutsvorstand Geschichte, Universität Graz; seit 2005 Mitglied im Wissenschafts- und Forschungsrat, Salzburg; seit 2007 Aufsichtsratsvorsitzender Universalmuseum Joanneum (derzeit stellvertretender Vorsitzender); 2007-2009 Mitglied des kosovarischen Akkreditierungsrats, seit 2008 Mitglied des internationalen Beirates der HAC (Ungarische Akkreditierung); 2008-2011 Präsident des Wissenschafts- und Forschungsrates, Salzburg; 2010/11 Sprecher der internen Evaluierungsgruppe der Exzellenzinitiative der FU Berlin; 2000-2010 vielfach Leiter von Akkreditierungs- bzw. Evaluierungsverfahren, darunter die Überprüfung des gesamten niederländisch-flämischen Qualitätssicherungssystems. Verfahren in Portugal, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Syrien (Aufbau des Qualitätssicherungssystems), Armenien und Südosteuropa; 2011-2013 Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät.
Preise und Auszeichnungen:
- 1975 Theodor Körner Preis
- 1983 Victor Adler Staatspreis
- 1995 Ehrenplakette für Verdienste um die Universität Sarajewo
- 1996 Ehrendoktorat der Universität Skhodra, Albanien
- 1997 Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark
- 1998 Ehrenurkunde der Israelitischen Kultusgemeinde Graz
- 2002 Preis der Stadt Wien für Geistes- und Kulturwissenschaften
- 2008 Verkauf-Verlon-Preis für antifaschistische Literatur
- 2009 Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Arbeitsschwerpunkte: Forschung, Lehre, Verwaltung und Qualitätssicherung im Hochschulwesen des In- und Auslandes.
Ca. 300 Bücher, Artikel und Editionen zur Sozialgeschichte, Kulturgeschichte zur Allgemeinen Zeitgeschichte und zum Hochschulwesen. 220 Rundfunksendungen „Gedanken zur Zeit“. Etwa 200 betreute Diplomarbeiten und knapp 100 betreute Dissertationen.