Spannende Geschichten: (un)männliche Helden, (un)glückliche Töchter und (un)gelöste Konflikte im Film
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Klaus Rieser, Institut für Amerikanistik, Karl-Franzens-Universität Graz
Montag, 6. Mai 2013
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz, Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Zum Vortrag:
Die Vater-Tochter Beziehung ist sozial präsent und wichtig, wird aber filmisch wenig behandelt und wahrgenommen. In diesem Vortrag wird – aufbauend auf feministischer Filmtheorie – einigen Besonderheiten dieser Repräsentation näher nachgegangen. So sind etwa Väter, obwohl sie prinzipiell das Patriarchat verkörpern, im Film häufig „unmännlich“, machtlos oder gar lächerlich (z.B. Vater der Braut). Desweiteren sind Generationenkonflikte in der Familie typischerweise in ödipaler Form zwischen Vätern und Söhnen abgehandelt, aber die Vater-Tochter Beziehung kann ebenfalls konfliktbeladen dargestellt werden (z.B. The Wrestler; Million Dollar Baby). Relativ oft müssen in Filmen überdies Töchter die Rolle der Frau/Mutter übernehmen, welche oft narrativ ausgespart wird (z.B. The Descendents). Anhand von Filmausschnitten sollen diese und andere Aspekte besprochen und mit dem Publikum diskutiert werden.
Zur Person:
Klaus Rieser ist ao. Univ. Prof. am Institut für Amerikanistik der Universität Graz. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte umfassen Film, Gender, Ethnizität und Cultural Studies. Speziellere Forschungsschwerpunkte innerhalb dieser Gebiete umfassen die Darstellung und Migration im Film und deren kulturelle Signifikanz; Männlichkeit im Film, US-Amerikanische Ikonen und Vater-Tochter Verhältnisse im Film. Er ist Leiter des Instituts für Amerikanistik und Mitherausgeber der Reihe "American Studies in Austria".