Univ.-
Prof. Mag. Dr. Anselm Wagner, Institut für Architekturtheorie, Kunst- & Kulturwissenschaften, Technische Universität Graz
Montag, 18. März 2013
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz, Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Zum Vortrag:
Keine Kultur der bekannten Geschichte war so von Bildern beherrscht und überflutet wie die unsrige. Die westliche Bildauffassung, die sich in den letzten 700 Jahren entwickelt hat, wurde dabei zur globalen Norm erhoben und erlangte vor allem durch die Verbreitung der Fotografie hegemonialen Status. Zu den zentralen Eigenschaften dieser Bildvorstellung gehört dabei das Moment der Spannung, in dem sich die Gegenstände auf einem Bild zueinander befinden sollen. Wir tun uns schwer, spannungslose Bilder (z. B. solche mit sich wiederholenden Mustern) überhaupt als Bilder anzuerkennen. Warum das so ist und welche Ursachen und Folgen dies hat, versucht der Vortrag zu klären.
Zur Person:
Anselm Wagner, Univ.-Prof. Mag. Dr., 1965 in Salzburg geb., Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Salzburg und München, 1992–96 Mitbegründer und Leiter der Galerie 5020 in Salzburg, Lehrtätigkeit an Universitäten in Salzburg, Wien und Graz, Redakteur der Kunstzeitschriften „frame“ und „spike“, Gastprofessuren an der TU Wien, der TU Graz und der University of Minnesota, USA. Seit 2010 Professor für Architekturtheorie an der TU Graz. Jüngste Publikationen: Abfallmoderne. Zu den Schmutzrändern der Kultur (2. Aufl. 2012); Was bleibt von der „Grazer Schule“? Architektur-Utopien seit den 1960er Jahren revisited (2012).