'Gefühle in Zeiten der Professionalisierung' – Über blinde Flecken der Pädagogik und ihre Folgen für die Schule
Montag, 18. Mai 2015
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz,
Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft: frei zugänglich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Vortragende: Univ.-Prof. Mag. Dr. Agnieszka Czejkowska, Institut für Pädagogische Professionalisierung, Universität Graz
Zum Vortrag:
Der gesellschaftliche Wandel führt zu Aushandlungsprozessen der Arbeitsteilung, die so weitreichend sein können, dass mitunter neue Berufe entstehen. Neue Betätigungsfelder wie jene der Schulpsychologie und Schulsozialarbeit oder so genannte BegleitlehrerInnen sind kein Zeichen von progressiven Schulmanagement, sondern - wenn es die Mittel erlauben - selbstverständlich. Schulen und ihre AkteurInnen erschaffen auf diese Weise einen Handlungsbereich, in dem frei nach Eva Illouz psychische Gesundheit als zentrales Gut zirkuliert. Eine neue Form der Kompetenz rückt damit nahezu unbemerkt ins Zentrum: die emotionale Kompetenz. Sie ermöglicht oder sie disqualifiziert, jedenfalls verteilt sie diskret und von der Pädagogik unberücksichtigt die ökonomische und soziale Teilhabe.
Zur Person:
Univ.-Prof. Mag. Dr. Agnieszka Czejkowska ist Leiterin des Instituts für Pädagogische Professionalisierung der Karl-Franzens-Universität Graz und Hochschulrätin der privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Arts & Culture & Education (Löcker Verlag). Gegenwärtige Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Themenkomplexen: Kritische Professionstheorien und Praktiken, Ästhetische Bildungsforschung, Bildungsphilosophie und Pädagogische Forschungspraxis.