Wie haben politische, kulturelle und religiöse Ideologien Menschen im 20. Jahrhundert manipuliert?
Montag, 14. März 2016
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz,
Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft:
frei zugänglich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Vortragende: Ao.Univ.-Prof. Dr. Karin Maria Schmidlechner-Lienhart, Institut für Geschichte, Universität Graz
Zum Vortrag:
Ausgehend von Überlegungen, dass die Vorstellung vom freien Willen sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Basis wissenschaftlich nicht fundiert ist und dass das menschliche Verhalten, Denken und Fühlen gewissen Mechanismen unterliegt und von außen beeinflussbar ist, werden in diesem Vortrag jene Manipulationsstrategien, die sich besonders für die Beeinflussung von gesellschaftlichen Gruppen eignen, vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle der Medien gelegt. Anhand von konkreten Beispielen aus Politik, Kultur und Religion wird gezeigt, dass, aus welchen Gründen und in welchen Dimensionen solche Strategien in der Beeinflussung von Gesellschaften tatsächlich sehr erfolgreich waren und noch immer sind. Im Anschluss daran sollen Gegenstrategien diskutiert werden.
Zur Person:
Professorin für Zeitgeschichte am Institut für Geschichte der Universität Graz.
Seit 1994: Herausgeberin der Grazer Gender Studies.
Aktuelle Forschungsschwerpunkte und Methoden: Migration und Gender, Regionale Migrationsbewegungen, Frauen- und Geschlechterbeziehungen mit besonderer Berücksichtigung Österreichs und der Steiermark, Oral-History.