Kleider machen Leute – Mode, Kunst und Gesellschaft im 21. Jahrhundert
Montag, 6. Juni 2016
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz,
Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft:
frei zugänglich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Flach, Institut für Kunstgeschichte, Universität Graz & Mag.a Sabine Hirzer, Doktorandin Institut für Kunstgeschichte, Universität Graz
Zum Vortrag:
Kleider machen Leute, ein geflügeltes Wort. Wie jedoch definiert sich die Rolle der Mode nach dem Fall der Stände? Vielmehr, wie ist das Verhältnis zwischen Mode und Gesellschaft im 21. Jahrhundert? Machen im Umkehrschluss jetzt Leute Kleider? Und was wird damit ausgedrückt bzw. verkörpert? In der Betrachtung künstlerischer Positionen der Mode von z.B. Rick Owens, Comme des Garçons und Ikiré Jones wird deren enge Verknüpfung mit Kunst und Gesellschaft virulent. In einer kontextuellen Einbettung wird im Vortrag von Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Flach und Mag.a Sabine Hirzer der Bedeutung der Mode im 21. Jahrhundert nachgegangen, um ihre Rolle für die Gesellschaft zu beleuchten.
Zu den Personen:
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Flach ist Professorin für Moderne und Zeitgenössische Kunst an der Karl-Franzens-Universität Graz und Leiterin des Instituts für Kunstgeschichte. 2011-2013 war sie Professorin an der School of Visual Arts, New York City und 2000-2010 Leiterin der Forschungsabteilung ‚WissensKünste‘ am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin (ZfL). Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind Kunst- und Kunsttheorien des 19., 20. und 21. Jahrhunderts; Bild- und Medientheorien des 20. und 21. Jahrhunderts; Epistemologie und Methodologie der Gegenwartskunst; Phänomenologie und Kunst; Kunst und Konzepte der Natur; Ästhetik, Aisthesis und Medien des Embodiment.
Unter den zahlreichen Publikationen zu Kunst der Moderne und Gegenwart erschien zuletzt: The Glass Veil: Seven Adventures in Wonderland, hg. Anker, Suzanne/Flach, Sabine, 2015; Sabine Flach: Studien zu Ästhetik, Aisthesis und Räumen der Verkörperung (erscheint 2016).
Mag.a Sabine Hirzer ist seit 2014 Dissertantin am Institut für Kunstgeschichte der Karl-Franzens Universität Graz, bei Frau Univ.-Prof. Dr. Sabine Flach. Ihre Diplomarbeit (2013) „Die Uniformierung des Manns-Bildes. Zur Kleidung im bildnerischen Selbstportrait des 19. und 20. Jahrhunderts“ wurde mit dem Hertha-Firnberg-Wissenschaftspreis des BSA-Steiermark ausgezeichnet.
Die Dissertation der Kunsthistorikerin „Wie Protest und Revolution die Mode prägen. Eine bildwissenschaftliche Analyse der Bekleidung zu sozialpolitischen Umbrüchen in Europa seit der Französischen Revolution“ bewegt sich zwischen den Parametern Mode, Protest und Revolution und beleuchtet die hier zu Tragen kommenden Verkörperungsformen. Diese Untersuchung setzt sie ab November 2015 an der Lipperheideschen Kostümbibliothek und deren Sammlung Modebild (Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin) fort, was mit dem Marietta Blau-Auslandsstipendium des Österreichischen Austauschdiensts des BMWFW gefördert wird.