Montag, 27. März 2017 19.00 Uhr
Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Universität Graz, Gebäude Nr. 1] sowie per Live-Übertragung in den Regionen
Die Montagsakademie bietet allgemein verständliche Vorträge aus der Welt der Wissenschaft:
frei zugänglich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Vortragender: Univ.-Prof. Dr. Simone De Angelis, Zentrum für Wissenschaftsgeschichte, Universität Graz
Zum Vortrag:
Wenn Ökonomen heute Umweltprobleme oder soziale Ungerechtigkeit als Ursachen der Krise ausmachen, so beziehen sie den Begriff der Krise einmal auf die Analyse von Problemen und einmal auf die Beschreibung von Ereignissen. Woher kommt der Begriff der Krise eigentlich, was bedeutet er ursprünglich und weshalb bedarf die ›Krise‹ immer auch eines Beobachters? Wie kam es dazu, Soziales über die Form der Krise zu beobachten und warum wurde die Krise als strukturelles Signum der Neuzeit bezeichnet? An diese und andere Fragen möchte der Vortrag aus theoretisch-konzeptueller und wissenschaftshistorischer Sicht herangehen, auch um zu zeigen, welche Wissenschaftsprozesse im Verhältnis von Natur und Gesellschaft im Hintergrund stehen, wenn wir heute von Krise sprechen.
Zur Person:
Forschungsschwerpunkte:
Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der Medizin, Historische Epistemologie, Methodik der Wissenschaftsgeschichte, Geschichte und Philosophie der Wissenschaften, Studien zur Erforschung der europäischen Aufklärung und der Renaissance, Wissenschafts- und Kulturbeziehungen zwischen Italien und Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
Berufliche Laufbahn:
seit Oktober 2011: Universitätsprofessor am Zentrum für Wissenschaftsgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz
⋅ 2008-2011: Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Bern
⋅ 2008: Habilitation in Vergleichender Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte, Universität Bern
⋅ 1996-2000 und 2003-2008: Assistent für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Bern
Auszeichnungen, Stipendien, Gastprofessur:
⋅ 2011 Stipendiat am Morphomata Center for Advanced Studies der Universität Köln: Entstehung, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen. Gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
⋅ 2010 Albrecht von Haller-Medaille der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern
⋅ 2000-2003 Post-Doc-Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
⋅ 2002-2003 London, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wellcome Trust Center für Geschichte der Medizin an der Universität London
⋅ 2004-2005 Stipendiat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Deutschland)
Mitgliedschaften:
⋅ Kommission für Geschichte und Philosophie der Wissenschaften, Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
⋅ European Society for the History of Science (ESHS)
⋅ Awarding commission of the Bader-Prize for the History of the Natural Sciences (Österreichische Akademie der Wissenschaften, ÖAW)
⋅ Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte (ÖGW)
⋅ Deutsche Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (DGEAJ)
⋅ Österreichische Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (ÖGEAJ)
⋅ Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
⋅ Socio Villa Vigoni, Centro Italo-Tedesco / Deutsch-Italienisches KulturzentrumSocio Studio Firmano per la storia dell’Arte medica e della Scienza
⋅ Deutscher Hochschulverband (DHV)