Vortrag: Indien als Sehnsuchtsort in der amerikanischen Kultur
Univ.-Prof. Dr. Stefan Brandt M.A., Institut für Amerikanistik, Universität Graz
Montag, 1. Juni 2026, 19 Uhr
Aula der Universität Graz, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz [Lageplan der Uni Graz] sowie
- per Liveübertragung in den Regionen
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Der Live-Stream ist kurz vor Veranstaltungsbeginn (19 Uhr) kosten- und anmeldefrei aufrufbar >> zur Liveübertragung
>> Info-Blatt zum Vortrag (PDF)
Zum Vortrag:
Indien hat die westliche Vorstellungskraft über Jahrhunderte hinweg stark geprägt. Schon Christoph Kolumbus suchte 1492 einen Seeweg nach Indien – und entdeckte dabei Amerika. Doch Indien blieb mehr als ein geografisches Ziel: Es wurde zu einem Sehnsuchtsort, der für Reichtum, Spiritualität und persönliche Veränderung steht. Der Vortrag zeigt, wie Indien in Literatur, Philosophie und Kultur als Projektionsfläche für Wünsche und Hoffnungen diente – von den amerikanischen Transzendentalisten bis in die Gegenwart. Gleichzeitig wird deutlich, wie diese Vorstellungen die Entstehung amerikanischer Identität beeinflusst haben und wie eng kulturelle Entwicklungen weltweit miteinander verbunden sind.
Stefan L. Brandt ist Professor für Amerikanistik an der Universität Graz. Er hat an mehreren internationalen Universitäten geforscht und gelehrt, darunter an der Freien Universität Berlin, der University of Toronto, der Universität Wien und der Harvard University. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der amerikanischen Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte im internationalen Kontext. Er ist Autor mehrerer Monografien und Herausgeber zahlreicher Sammelbände. Zu seinen aktuellen Projekten zählt eine Studie zur Entstehung amerikanischer Selbstentwürfe im transatlantischen Austausch. Brandt ist zudem Mitbegründer der internationalen Fachzeitschrift AmLit – American Literatures sowie eines europäischen Forschungsnetzwerks zu digitalen Kulturstudien.